HIMMELSSTÜRMER

"Sky pilot", sang einst der von mir geschätzte Eric Burdon in seinem gleichnamigen Song. "How high can you fly? You'll never reach the sky." Himmelsflieger, wie hoch kannst Du steigen? Den Himmel wirst Du nie erreichen. Text und Melodie kamen mir nach dem Auftaktzeitfahren in Düsseldorf in den Sinn. Sky heißt das Team, das in den letzten 5 Jahren viermal in den Himmel stürmte und die Tour gewann. Die Gründe für diese Stärke wurden aber in den letzten Monaten unter die Lupe genommen, sogar vom britischen Parlament. 

Nun gewann der Sky-Fahrer Geraint Thomas (Bahn-Olympiasieger) das Zeitfahren, und 3 weitere Mitglieder seines Teams kamen unter die besten 10: Der einstige Zeitfahrweltmeister Kiryienka (3.), der  Vorjahressieger Froome (6.) und Kwiatkowski, der  Straßenweltmeister von 2014. Die beste Ausgangsposition also, die Rundfahrt erneut zu dominieren, zumal noch 3 andere starke Bergfahrer dabei sind.

Eine ähnliche Ausgangsposition schildert Andrè Reuze in seinem Buch. Lucien Tampier stellt den Rennstall Brillant vor. Fast ausschließlich  Rennfahrer der Spitzenklasse. Aber aus unterschiedlichen und teils sehr dramatischen Gründen scheitern sie, trotzdem holt Brillant am Ende doch den Sieg. Der Nachwuchsmann Chevillard gewinnt. Ein Himmelsflug von ihm. Aber auch nur möglich, weil sein Team den stärksten Rivalen mit einer Intrige bezwingt.

Das Team Sky hat in den letzten Jahren bei der Tour das Peloton beherrscht wie eine Himmelsmacht. Wegen seiner Trikotfarbe habe ich es oft als die schwarze Rotte bezeichnet. Jetzt gab der Team-Manager seinen Jungs ein neues Image. Seit gestern haben sie eine weiße Weste.                                                                                                                                                   die Rundfahrt. 

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