24. Juli 2018
Ein schönes Märchen wäre der Große Gelbe Sieg für Geraint Thomas. Zwei Etappen und viel Selbstvertrauen hat er gewonnen, die Tage in Gelb genossen, aber Erholungszeit verloren. Auch ein bißchen den Spaß. Nervig diese Medien-Termine. Und immer wieder diesselbe Frage: "Wer ist den nun der Kapitän bei Sky?" Obwohl die Journalisten eigentlich wissen wollen, ob er durchhält. Oder ob er irgendwann auf Froome warten muß. Der Mann, der darüber entscheidet, erzählt auch gern Märchen. Foto: Arne Mill
23. Juli 2018
Am Sonntag um 17:01 wurde der Fahrer Magnus Cort vermutlich erstmals von Radio Tour in Aktion erwähnt: "Cort Nielsen und Mollema verfolgen Majka." Das klang wie eine Falschmeldung. An einem Berg der ersten Kategorie! Der Däne ist Sprinter. Sein Begleiter ein guter Kletterer, der Gejagte ein Weltklasse-Bergfahrer. Magnus war aber nicht größenwahnsinnig, aber gut in Form und clever. Auf der Zielgeraden brauchte er nur noch einzulochen. Cort und gut. Foto: Arne Mill frontalvision
20. Juli 2018
Der Begriff passt so gut wie selten. Gut die Hälfte der Streckenlänge ist absolviert, es sind weniger Etappen noch zu fahren als schon absolviert wurden und die Ankunft in Alp d'Huez war ein Höhepunkt der bisherigen Rundfahrt. Geographisch und sportlich. Bergfest ist aber eine sehr bescheidene Beschreibung für Geraint Thomas, der die bisher schwerste Bergankunft 2018 in Gelb gewann. Seine Tour-Laufban begann er 2007 als Anfahrer für den Sprinter seines Teams... Foto: Arne Mill frontalvision
23. Juli 2017
Alles wie gehabt. Das gilt auch für Andre Greipel. Wieder nicht gewonnen, obwohl er die höchste Endgeschwindigkeit hatte. Zu spät angetreten. Er selbst war während der Tour selbst schon mehrfach zu dieser Erkenntnis gekommen. Wahrscheinlich blieb er 2 Sekunden zu lange am Hinterrad von EBH. Allerdings konnte niemand ahnen, daß Groenewegen einen Sprint über 400 m in diesem Tempo durchhält. Das war nicht gewöhnlich, eher eine Innovation. Eine der wenigen bei dieser Tour... ASO/Thomas MAHEUX
23. Juli 2017
Was recht ist, kommt wieder! Zweimal bei dieser Tour bestritt Maciej Bodnar ein Einzel-Zeitfahren über rund 22 km. Beim ersten auf der 12. Etappe (Foto) setzte er sich aus einer Spitzengruppe ab und kämpfte allein gegen alle. 247 Meter vor dem Ziel in Pau wurde er eingeholt. Platz 54. In Marseille kämpfte er wieder gegen die gesamte Konkurrenz, und auch gegen die Uhr. Es wurde wieder knapp, aber er korrigierte die Ergebnisliste: Sieg mit 1 Sekunde Vorsprung. Foto: BORA-hansgrohe/Stiehl
22. Juli 2017
Dusel muß man haben, um das Sonderangebot zu nutzen, das die Tour-Favoriten am Tage nach einer Bergetappe oder vor einem Zeitfahren dem Rest des Feldes machen. Dann geht immer eine Gruppe. Wer drin sein will braucht Mut, Konzentration, Kraft. Und ein bißchen Glück. 19 Fahrer hatten das heute, darunter Nikias Arndt (Foto) und Edvald Boasson-Hagen. Die beiden besten Sprinter setzten sich 3 km vor dem Ziel ab. Aber kein Spurt entschied die 19. Etappe sondern ein Solo von EBH! Foto: CORVOS
21. Juli 2017
Auf flacher Strecke oder am Berg - die Formation im Feld wird bestimmt von der Strategie der Elite- Rennställe. Deren Kapitäne schnürten sich am Aufstieg zum Izoard in ein taktisches Korsett. Sie neutralisierten sich. Dadurch entstand ein Freiraum. Warren Barguil nutzte ihn, weil er keinen Gegenspieler hatte. Wegen seines großen Rückstands im Klassement war er keine Gefahr für andere im Kampf um Gelb. Also trat er an und holte seinen 2. Sieg. Foto: Arne Mill/frontalvision
20. Juli 2017
Ein Telemark, wie die weiche Landung bei den Skispringern heißt, ist Marcel Kittel nicht gelungen. Er verletzte sich anfangs der 17. Etappe auf dem Weg nach vorn zum Kampf um Punkte mit Matthews. Der Sturz riß ihn aus dem Rennen und aus dem Grünen Trikot. Der Junioren-Weltmeister im Skispringen von 2007 erwischte am Gipfel des Galibier den richtigen Absprung aus einer Fluchtgruppe und landete schließlich mit einem sauberen Telemark auf dem Siegespodest. Foto: LottoNL Jumbo
19. Juli 2017
Freiliegende Strecke, starker Wind und eine Richtungsänderung - dann wird aus Gegenwind ekliger Seitenwind und aus einem Peloton eine kleine Gruppe. Fahrer, die nicht ganz vorn sind, werden zum Ritt auf der (Straßen)Kante gezwungen, allein gegen den Wind. Wer in der Windmühle hängen bleibt, kann die Etappe nicht mehr gewinnen, verliert vielleicht sogar die ganze Tour. Es gibt Spezialisten für solche Situationen. Einer davon, Michael Matthews, hat erneut gesiegt. Foto: Arne Mill/frontalvision
18. Juli 2017
Ein Tag "Kingdomino" ist ja ganz schön, aber dann will ich wieder die Tour. Die Franzosen fiebern mit ihrer Rundfahrt wie schon lange nicht mehr. Ihre "coureurs" holten schon 4 Etappensiege und Romain Bardet hegt noch größere Erwartungen: "Der Gesamtsieg ist für mich kein Traum mehr sondern ein realistisches Resultat." Ganz Frankreich hofft, daß er am Ruhetag mit seinem Team einen Plan ausheckt, wie man Froome packen kann. Foto: Arne Mill/frontalvision

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